Gedanken der Sabbaticalfrau zwischen zwei Reisen

Mittlerweile kann ich ein allererstes vorsichtiges Resumé ziehen:

  • Ich bin froh, dass ich das Sabbatical beantragt habe. Ich genieße es sehr. Mittlerweile wird Lehrern in meinem Bundesland kein Sabbatical mehr genehmigt, ich dürfte eine der letzten sein, die in den Genuss eines freien Jahres gekommen ist. Vermutlich muss ich dafür während der letzten Jahre meiner Berufstätigkeit sehr viel arbeiten, doch bis dahin fließt noch viel Wasser ins Meer, daran mag ich jetzt noch nicht denken.
  • Von all den Vorhaben, die ich für das Sabbatjahr geplant habe wie „meinen Haushalt ordnen“, „mal eine Menge Dinge bei ebay einstellen“, „Leute besuchen, von denen ich schon lange nichts mehr weiß“ oder auch „Schulsachen durchgucken und ausmisten“ habe ich noch nichts realisiert. Stattdessen nutze ich jede nur erdenkliche Möglichkeit, ausgiebig mit Menschen zu plaudern. Offenbar hat mir das gefehlt, ohne dass ich das bemerkt hätte.
  • Laki ist der perfekte Reisehund. Das wusste ich schon vorher und sie hat es gerade in Frankreich wieder viele Male bestätigt. Meine Befürchtung, dass sie für manches vielleicht zu alt sein könnte, hat sich nicht bewahrheitet.
  • Mein Wohnmobil eignet sich bislang recht gut für meine Bedürfnisse. Zwar bin ich noch nicht bei ungemütlicher Witterung gereist, doch ich bin zuversichtlich, dass es auch dann klappen kann. Wenn man zu zweit mit Hund damit reist, ist es tendenziell zu klein, aber das war so gewünscht, weil es auch stadttauglich sein soll.
  • Wenn ich mit Herrn W. reise, strukturiert er mich und meine Routen. Er ist früher schon viel und weit gereist und weiß, wo es was zu sehen gibt. Daher neige ich dazu, mich in der Planung ihm anzuschließen. Bisher bin ich damit gut gefahren.
  • Wenn ich allein reise, lasse ich mich mehr treiben, entscheide eher situativ und finde dann aufregende Dinge mehr aus Zufall oder weil ich dann einen anderen Blick auf meine Umgebung habe.
  • Im Gegensatz zu meinen vorherigen Vermutungen nehme ich während der Reisen nicht zu, sondern halte mein Gewicht oder nehme sogar ab – quasi aus Versehen.
  • Entsprechend meiner vorherigen Vermutungen ist Reisen teuer. Vor allem die Autobahngebühren und das Benzin schlagen zu Buche.
  • Blog schreiben macht mir richtig viel Spaß. Ich habe mittlerweile schon eine ganze Reihe von Abonnenten, was ich megatoll finde. Jedoch ist es schwierig, den Blog stets aktuell zu halten, weil ich unterwegs nicht immer leistungsstarkes Internet habe, manchmal habe ich auch keinen Strom. Manchmal auch keine Lust. Wie genau die Leser den Blog lesen merke ich an den Kommentaren aber auch an den Bemerkungen, die ich zu Hause mündlich bekomme.

Das heißt, demnächst geht es weiter. Nach Süden, WEIT nach Süden!!!

3 Kommentare zu „Gedanken der Sabbaticalfrau zwischen zwei Reisen“

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